Ausstellungen 2. Halbjahr 2018 im Alten E-Werk

„Meinungsfreiheitgestern und heute“ im Programm der „KulturRegion FrankfurtRheinMain“

„Philipon versus Louis-Philippe

Pressefreiheit und Zensur

in der Julimonarchie (1830 - 1848)“

Lithographien von Künstlern des Pariser Verlagshauses Aubert - Daumier, Grandville, Philipon, Raffet, Traviès etc.

6. 9. - 8. 9. jeweils 14:00 - 17:00 Uhr. Eintritt

So. 9. 9. 11:00 - 18:00 Uhr, Tag des Offenen Denkmals

30. 9. - 28. 10. sonntags von 14 - 18 Uhr

Eintritt frei - Spende erbeten

Unbekannt: „Ich kenn Dich, Du Dummkopf“ Kreidelithographie 226 x 283mm,    30. 1. 1834 La Caricature, 3. Jg. Nr. 96, Blatt 357 (im Text 356)                     

SNach unübersehbaren Maßnahmen zur welt-weiten Einschränkung der Pressefreiheit in der jüngsten Zeit, zeigt Mario Derra etwa 60 his-torische Originallithographien zum Thema Pressefreiheit und Zensur in der französischen Julimonarchie 1830 - 1848. Damals waren Künstler, Journalisten und Verleger nicht nur der Zensur, sondern auch Gefängnis- und Geld-strafen, Kautionszahlungen, Verboten und Diffamierungen ausgesetzt. Druck- pressen wurden zerstört, Zeitun-gen durften nur nach Kontrolle und mit Zensurstempel versehen erscheinen. Die Aufhebung der Pressefreiheit durch Karl X. hatte 1830 die Julirevolution ausgelöst. Nach einer anfänglichen Liberalisierung in der Ära von Bürgerkönig Louis-Phillipe, wurde die freie Berichterstattung wieder schrittweise einge-schränkt. Der Journalist Charles Philipon leistete den neuen Machthabern durch seine satirischen Zeitschriften wie „La Caricature“ und „Le Charivari“ und die Herausgabe von bissigen Lithographien, ausgeführt durch hochrangige Künstler, erbitterten Widerstand, wenn es um die Einschränkung der freiheitlichen Grundwerte ging. Die Verbindung von Bildsatire, Politik und Kunst gelang Philipon auf höchstem Niveau und machte ihn zu einer der wichtigsten Verleger-persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts.


Tag des Offenen Denkmals 2018

So. 9. 9. von 11:00 - 18:00 Uhr

Zweifellos ist das Alte E-Werk in Gernsheim eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler in Gernsheim. Seit 1998 ist es am Tag des offenen Denkmals geöffnet. Die in dieser Form einzigartige Dauerausstellung (z. B. funktionsfähige Litho-Schnellpressen) kann alle wesentlichen graphischen Entwicklungen europäischer Druckgeschichte abdecken, hinzu werden Materialien zum Buchdruck im Sinne Gutenbergs und Schöffers, sowie der asiatischen Kulturen gezeigt. Die hier gezeigten Techniken wurden im März dieses Jahres ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.


„Mario Derra sieht den Geopark - Graphiken aus drei Jahrzehnten.

Öffnungszeiten wie die Ausstellung oben

Etwa 150 Originalarbeiten aus drei Schaffensjahrzehnten umfasst die Daueraus-stellung des Künstlers Mario Derra, im Maschinenhaus des alten E-Werks in Gernsheim.

Derra, ein Künstler, der der Region eng verbunden ist, hat weltweit mit seinen außergewöhnlichen Werken – sowohl motivisch als auch größenmäßig – Aufmerksamkeit erregt und 2016 den Kulturpreis des Kreises Groß-Gerau erhalten. Für die größte Lithographie der Welt erhielt er sogar einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. 2002 – 2005 war er Parkzeichner im Staatspark Fürstenlager, Bensheim Auerbach.

Die Ausstellung mit Motiven aus dem Geopark lädt zu einem virtuellen Streifzug vom Ried über die Bergstraße bis in den Odenwald ein. Sie verspricht ungewöhnliche Einblicke und zeigt eine dynamische Landschaft im Wandel der Zeit. Impressionen aus der von Menschen gestalteten, technisierten Welt sowie Portraits von weithin bekannten Dichtern und innovativen Denkern wie Georg Büchner oder Peter Schöffer, ergänzen den umfassenden, ästhetischen und kreativen Blick auf unsere Region.